Was ist ein Führungszeugnis?

Vor Kurzem brauchte ich für meinen Arbeitgeber ein Führungszeugnis. Da habe ich mich erst mal gefragt, was das überhaupt ist. Nach einer kurzen Suche im Internet habe ich dann erfahren, dass es früher polizeiliches Führungszeugnis hieß. In dem Zeugnis wird aufgeführt, ob und wenn ja weswegen eine Person vorbestraft ist. In Deutschland führen die Behörden ein Bundes­zen­tral­re­gister, darin sind alle Verurteilungen der Menschen in Deutschland aufgeführt. Für bestimmte Beruf benötigt man einfach dieses Zeugnis. Bei mir war es so, weil ich in meinem Job mit Kindern arbeite.

Bei dem Zeugnis gibt es sogar zwei verschiedene Arten. Das normale Zeugnis und ein erweitertes. Der Unterschied liegt einfach darin, welche Straftaten aufgeführt werden. Im einfachen Zeugnis werden nur die Straftaten aufgeführt, für die man eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen oder mehr bekommen hat oder wenn man zu einer Haftstrafe von drei Monaten oder mehr verurteilt wurde. Ist die Strafe geringer, taucht sie im einfachen Zeugnis nicht auf. Das erweiterte Zeugnis führt das Gleiche auf wie das normale Zeugnis. Es werden dann aber noch zusätzlich alle kinder- und jugendschutzrelevanten Verurteilungen aufgeführt. Bei denen ist es dann egal, welche Strafe man dafür bekommen hat.

Führungszeugnis

Ich habe gelesen, dass es sogar noch andere Zeugnisse gibt. Es gibt da wohl noch ein behördliches Zeugnis, in dem alle Straftaten aufgeführt werden, die man je begangen hat.

Wie kommt an das Zeugnis?

Das Zeugnis wird vom Bundesamt für Justiz ausgestellt. Früher konnte man das Zeugnis nur bekommen, wenn man es bei den Behörden vor Ort beantragt hat. Aber dank der modernen Technik konnte ich das Zeugnis jetzt auch ganz einfach online beantragen. Ich musste nur ein paar Daten eingeben und war ganz schnell fertig. War super einfach und bequem. Für die Ausstellung des Zeugnisses musst ich 13 Euro bezahlen. Nach zwei einhalb Wochen war das Zeugnis dann da.